Ernährung & Longevity

frisches Kokoswasser

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält einen Affiliate-Link. Wenn du über diesen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. So unterstützt du meinen Blog und hilfst mir dabei, weiterhin kostenfreie Inhalte rund um Longevity, Gesundheit und ein gutes Leben ab 50 zu erstellen. Vielen Dank dafür. 💛

Kokoswasser – gesund, aber kein Wundermittel

Vor einigen Jahren habe ich einen Selbstversuch unternommen

Vor einigen Jahren stellte mein Augenarzt bei mir den Grauen Star fest. Ich sollte mich operieren lassen und hatte größte Bedenken. Meine Augen!! Was, wenn was schief läuft?

In der Zeit las ich in einem Ratgeber-Buch, geschrieben von einem Heilpraktiker, dass Kokoswasser und andere Kokosprodukte erstaunliche Wirkungen haben sollen – sogar auf Augenerkrankungen. Ich war begeistert. Ein Hoffnungsschimmer auf natürliche Weise doch noch der OP zu entgehen.

Da ich grundsätzlich neugierig und offen bin für medizinische Alternativen habe ich es ausprobiert. Was hatte ich schon zu verlieren?

Ich trank monatelang täglich einen Liter Kokoswasser und habe auch zum Kochen mehr Kokosöl und Kokosmilch verwendet. Schließlich hieß es, Kokoswasser sei entzündungshemmend, voller Mineralstoffe und könne die unterschiedlichsten Beschwerden lindern – sogar bei Grauen Star helfen.

Heute weiß ich: Mein Grauer Star ließ sich davon leider nicht beeindrucken – mein Geldbeutel allerdings schon…

Am Ende war die Operation die richtige Entscheidung.

Trotzdem trinke ich Kokoswasser bis heute gelegentlich – allerdings aus einem anderen Grund.

Nicht, weil ich Wunder erwarte.

Sondern weil es an heißen Sommertagen einfach angenehm erfrischend schmeckt und durchaus einige interessante Nährstoffe liefert.

Was steckt eigentlich in Kokoswasser?

Kokoswasser ist die klare Flüssigkeit aus jungen grünen Kokosnüssen.

Es enthält unter anderem:

  • Kalium (200 – 250 mg/100 ml)
  • Magnesium (10 – 25 mg/100 ml)
  • Calcium (15 – 25 mg/100 ml 
  • etwas Natrium
  • geringe Mengen natürlicher Zucker

(Angaben laut Zentrum der Gesundheit)

Im Vergleich zu vielen Softdrinks liefert es deutlich weniger Kalorien und kommt – je nach Produkt – ohne zugesetzten Zucker aus. Es ist ein hervorragender Elektrolyt-Lieferant.

Gerade im Sommer macht das Kokoswasser für viele Menschen zu einer interessanten Alternative.

Kann Kokoswasser den Mineralstoffhaushalt unterstützen?

Wenn wir stark schwitzen, verliert unser Körper nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte.

Deshalb wird Kokoswasser oft als natürliches isotonisches Getränk bezeichnet. Vor allem der hohe Kaliumgehalt macht es interessant.

Trotzdem sollte man die Wirkung nicht überschätzen.

Wer sich ausgewogen ernährt, gleicht den Mineralstoffverlust meist auch über normale Lebensmittel und ausreichend Flüssigkeit wieder aus.

Ist Kokoswasser entzündungshemmend?

Immer wieder liest man, Kokoswasser wirke entzündungshemmend.

Tatsächlich enthält es verschiedene Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften.

Bisher gibt es jedoch nur wenige aussagekräftige Studien am Menschen.

Deshalb lässt sich derzeit nicht sicher sagen, dass Kokoswasser Entzündungen im Körper spürbar reduziert.

Eine insgesamt entzündungshemmende Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, hochwertigen Fetten und Omega-3-Fettsäuren dürfte deutlich wichtiger sein als ein einzelnes Lebensmittel.

Wenn du dich für entzündungshemmende Ernährung interessierst, lies gerne auch diesen Beitrag:

Anti-Aging aus der Kokosnuss?

Oft schon habe ich gelesen, Kokoswasser könne durch sogenannte Cytokinine oder Kinetin den Alterungsprozess verlangsamen.

Tatsächlich handelt es sich dabei um natürliche Pflanzenhormone.

Einige Laborstudien beschäftigen sich mit ihren Eigenschaften.

Bis heute gibt es jedoch keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass das Trinken von Kokoswasser den menschlichen Alterungsprozess messbar verlangsamt oder Falten reduziert. Auch in den Monaten, in denen ich täglich einen ganzen Liter Kokoswasser getrunken hatte, ist mir beim Blick in den Spiegel keine nennenswerte Veränderung aufgefallen.

Deshalb sehe ich Kokoswasser heute eher als leckeres, erfrischendes Getränk – nicht als Jungbrunnen.

Was Kokoswasser nicht kann

Gerade bei sogenannten Superfoods lohnt sich ein kritischer Blick.

Kokoswasser kann:

✔ den Körper mit Flüssigkeit versorgen.

✔ einige Mineralstoffe liefern.

✔ eine erfrischende Alternative zu stark gezuckerten Getränken sein.

Es kann jedoch nicht:

  • Grauen Star heilen,
  • chronische Erkrankungen beseitigen,
  • Medikamente ersetzen
  • oder den Alterungsprozess stoppen.

So verlockend solche Versprechen auch klingen mögen – sie sind wissenschaftlich nicht belegt.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Wenn du Kokoswasser trinken möchtest, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Zutatenliste.

Ein gutes Produkt enthält möglichst:

  • 100 % Kokoswasser
  • keinen zugesetzten Zucker
  • keine künstlichen Aromen

Der Geschmack kann je nach Herkunft und Verarbeitung unterschiedlich ausfallen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: gekühlt sehr lecker, bei Zimmertemperatur eher gewöhnungsbedürftig.

Wenn du Kokoswasser vor allem wegen der enthaltenen Elektrolyte trinkst, musst du nicht zwangsläufig jeden Tag literweise Kokoswasser kaufen – so wie ich es damals getan habe. 😉 Gerade an sehr heißen Sommertagen oder nach starkem Schwitzen können auch speziell zusammengestellte Elektrolytmischungen eine praktische Alternative sein. Wichtig ist mir dabei eine möglichst hochwertige Zusammensetzung ohne unnötige Zusätze.

Ein sehr gutes Elektrolyte Pulver aus der Kokosnuss hat InnoNature im Programm.

Was ich daran liebe:

  • hohe Qualität
  • Laktosefrei, ohne Zuckerzusätze, keine Farbstoffe, ohne Zusatz von künstlichen Aromen, frei von Füllstoffen, keine Konservierungsstoffe, kein Magnesiumstearat, ohne Gentechnik
  • gute Kalium-und Magnesium-Quelle
  • blitzschnell zubereitet
  • schmeckt gut durch die Kombination mit Ananas

Mein Fazit

Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, bei Gesundheitsversprechen etwas skeptischer zu werden. Was mich aber nicht daran hindern wird, Dinge, die mich neugierig machen einfach mal auszuprobieren und darüber zu bloggen. Ich finde Naturheilkunde unglaublich spannend. Gleichzeitig habe ich gelernt, zwischen interessanten Ideen, persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlich gut belegten Erkenntnissen zu unterscheiden.

Nicht jedes neue Superfood hält, was Werbung oder soziale Medien versprechen.

Trotzdem muss man Kokoswasser keinesfalls schlechtreden.

Für mich ist es heute einfach ein leckeres, mineralstoffreiches  Sommergetränk, das ich hin und wieder gerne genieße.

Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

Und vielleicht ist genau das der beste Umgang mit vielen Ernährungstrends:

Sie dürfen Freude machen – ohne dass wir Wunder von ihnen erwarten.

FAQ zum Kokswasser

Ist Kokoswasser wirklich gesund?

Kokoswasser enthält unter anderem Kalium, Magnesium und Calcium. Es kann eine gute Alternative zu stark gezuckerten Getränken sein, ist aber kein Wundermittel.

Ist Kokoswasser entzündungshemmend?

Es gibt Hinweise auf antioxidative Inhaltsstoffe. Eine eindeutig entzündungshemmende Wirkung beim Menschen ist bisher jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

Ist Kokoswasser besser als Wasser?

Nein. Wasser bleibt der beste Durstlöscher. Kokoswasser kann gelegentlich eine geschmackvolle Ergänzung sein.

Kann Kokoswasser beim Sport helfen?

Nach starkem Schwitzen kann Kokoswasser einige Elektrolyte liefern. Für Freizeitsportler reicht in den meisten Fällen jedoch auch Wasser in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung aus.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Achte möglichst auf 100 % Kokoswasser ohne Zuckerzusatz und ohne künstliche Aromen.

So recherchiere ich

Für meine Beiträge nutze ich aktuelle Empfehlungen von Fachgesellschaften, seriöse Gesundheitsportale und wissenschaftliche Übersichtsarbeiten. Persönliche Erfahrungen kennzeichne ich ausdrücklich als solche.

Über die Autorin

Melanie beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Longevity, Ernährung und gesundes Altern für Frauen ab 50. Auf StayYoung50up veröffentlicht sie wissenschaftlich recherchierte Beiträge, ergänzt durch eigene Erfahrungen aus dem Alltag. Sie ist außerdem Autorin des Buches Stay Young – Longevity für Frauen ab 50.

Mehr über Melanie