Beauty & Anti-Aging

ältere Frau mit schöner Haut

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Schwaches Bindegewebe ab 50: Was wirklich helfen kann

Warum mich die Falten gar nicht so sehr stören

Wenn ich ehrlich bin, beschäftigen mich Falten gar nicht so sehr. Zum Einen, weil ich gar nicht so viele habe, zum Andern, weil ich bei mir und auch bei anderen Lachfalten sogar eher sympathisch finde.

Was mich viel mehr stört, ist mein Bindegewebe.

Ich merke, dass die Gesichtskonturen weicher geworden sind. Die Haut wirkt nicht mehr ganz so straff wie früher. Und auch an den Oberarmen oder Oberschenkeln zeigt sich, dass die Schwerkraft mit den Jahren offenbar immer mehr Mitspracherecht bekommt.

Manchmal denke ich dabei an meine Mutter. Auch bei ihr hatte sich schon ziemlich früh ein eher ein weiches Bindegewebe gezeigt.

Deshalb frage ich mich natürlich: Wie viel ist Veranlagung? Und wie viel kann ich selbst beeinflussen?

Genau dieser Frage bin ich nachgegangen.

Warum wird das Bindegewebe ab 50 schwächer?

Unser Bindegewebe besteht unter anderem aus Kollagen- und Elastinfasern.

Sie sorgen dafür, dass Haut und Gewebe fest und elastisch bleiben.

Mit zunehmendem Alter verändert sich dieser Aufbau jedoch ganz natürlich.

Hinzu kommen weitere Faktoren:

  • der sinkende Östrogenspiegel nach den Wechseljahren
  • weniger Kollagenbildung
  • Verlust an Muskelmasse
  • UV-Strahlung
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • genetische Veranlagung

Gerade der letzte Punkt ist wichtig.

Nicht jede Frau startet mit denselben Voraussetzungen. Und ich selbst scheine also nicht gerade nicht gerade laut „hier“ gerufen zu haben, als das starke Bindegewebe verteilt wurde. Und wenn man sich die Vielfalt an Produkten ansieht, die auf dem Markt sind und allesamt Hilfe versprechen, bin ich offenbar nicht die Einzige.

Kann man schwaches Bindegewebe wirklich straffen?

Die ehrliche Antwort lautet:

Ja – ein Stück weit.

Aber Wunder sollte man nicht erwarten.

Ich glaube nicht an Cremes, die plötzlich zehn Jahre verschwinden lassen.

Ich glaube vielmehr daran, dass viele kleine Maßnahmen zusammen durchaus einen sichtbaren Unterschied machen können.

1. Krafttraining – der unterschätzte Beauty-Tipp

Als ich früher an Fitness dachte, wollte ich vor allem Kalorien verbrennen.

Heute sehe ich das ganz anders.

Muskeln geben unserem Körper Form.

Wenn wir Muskelmasse aufbauen oder erhalten, wirkt oft nicht nur der Körper straffer – auch Gesicht und Haltung profitieren davon.

Deshalb gehört Krafttraining für mich heute ganz selbstverständlich zu einem gesunden Anti-Aging-Lebensstil.

Lies dazu auch meinen Beitrag über Warum Muskelaufbau ab 50 fast wichtiger ist als Ausdauertraining.

2. Eiweiß – Baustoff für Haut und Muskeln

Unsere Haut verbessert sich nicht allein durch Pflegeprodukte.

Sie braucht auch die richtigen Baustoffe.

Dazu gehört vor allem Eiweiß.

Gerade Frauen ab 50 nehmen häufig weniger Protein zu sich, als eigentlich sinnvoll wäre.

Eine eiweißreiche Ernährung unterstützt nicht nur die Muskulatur, sondern liefert auch wichtige Bausteine für Kollagen.

 Mehr dazu findest du in meinem Artikel Protein ab 50.

3. Vitamin C spielt eine größere Rolle, als viele denken

Vitamin C wird oft nur mit dem Immunsystem verbunden.

Dabei ist es auch an der körpereigenen Kollagenbildung beteiligt.

Mittlerweile sind zwar schon viele Cremes mit Vitamin C auf dem Markt. Ich persönlich bin aber davon überzeugt, dass die Versorgung mit Vitaminen über die Ernährung mehr bringt. Deshalb gehören für mich vitaminreiche Lebensmittel wie Beeren, Paprika oder Zitrusfrüchte regelmäßig auf den Speiseplan.

4. Face Yoga – sinnvoll oder nur ein Trend?

Face Yoga wird immer beliebter.

Die Idee dahinter:

Die Gesichtsmuskulatur wird gezielt trainiert.

Ich selbst stehe mit meinen Face-Yoga-Übungen noch ziemlich am Anfang und habe damit bisher noch keine langfristigen Erfahrungen gesammelt. Das Konzept klingt für mich allerdings schlüssig. Schließlich bemerke ich sichtbare Erfolge, wenn ich meine Bizeps trainiere. Warum sollte es bei der Muskulatur im Gesicht anders sein?

Einige kleinere Studien deuten darauf hin, dass Face Yoga die Muskelspannung verbessern und das Hautbild positiv beeinflussen kann. Die wissenschaftliche Datenlage ist insgesamt jedoch noch begrenzt.

Ich persönlich sehe Face Yoga als sinnvolle Ergänzung zu einer gesunden Ernährung, Krafttraining und einer guten Hautpflege. Deshalb werde ich meine Übungen auf jeden Fall beibehalten und bin gespannt, wie sich mein Gesicht im Laufe der Zeit verändert.

5. Kollagen – kann ein Supplement helfen?

Kaum ein Nahrungsergänzungsmittel wird derzeit so intensiv beworben wie Kollagen.

Einige Studien zeigen tatsächlich Hinweise darauf, dass bestimmte Kollagenpeptide die Hautelastizität und Feuchtigkeit leicht verbessern können.

Allerdings ersetzt Kollagen weder eine ausgewogene Ernährung noch Bewegung.

Für mich stellt Kollagen einen möglichen Baustein unter vielen dar. Ich selbst ergänze meine Ernährung seit Längerem durch ein hochwertiges marines Kollagen-Präparat, mit dem ich sehr zufrieden bin.

6. Cremes – Pflege ja, Wunder nein

Eine gute Hautpflege kann die Haut geschmeidiger wirken lassen und Feuchtigkeit spenden.

Was sie allerdings nicht kann:

Ein schwächeres Bindegewebe einfach „zurückzaubern“.

Wer mit realistischen Erwartungen an Hautpflege herangeht, wird wahrscheinlich zufriedener sein als mit überzogenen Werbeversprechen. Ich persönlich glaube inzwischen nicht mehr daran, dass die teuerste Creme automatisch die beste ist. Viel wichtiger erscheint mir die Kombination aus guter Hautpflege, einer eiweißreichen Ernährung, Krafttraining, Sonnenschutz und gesunden Alltagsgewohnheiten.

7. Trockenbürsten

Trockenbürsten regt die Durchblutung an, entfernt abgestorbene Hautschüppchen und kann die Haut angenehm beleben.

Viele Frauen empfinden ihre Haut danach glatter und aufnahmefähiger für Pflegeprodukte. Ob sich dadurch das Bindegewebe langfristig verbessert, ist bisher allerdings nicht eindeutig belegt.

Ich selbst probiere es erst seit Kurzem. Angenehm finde ich schon mal, dass die Haut gut durchblutet wird und sich weicher anfühlt. Wenn ich nach einigen Wochen das Gefühl habe, dass sich meine Haut verändert hat, werde ich diesen Artikel ergänzen.

8. Wechselduschen

Wechselduschen fördern die Durchblutung und trainieren die Blutgefäße.

Viele Menschen empfinden sie außerdem als belebend. Ob sie das Bindegewebe dauerhaft straffen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Als Bestandteil einer gesunden Hautpflege können sie aber durchaus einen Versuch wert sein.

Ich selbst teste es erst seit wenigen Tagen. Eine meiner Bekannten macht es allerdings schon seit 30 Jahren und hat bemerkenswert straffe Oberschenkel. Hat sie einfach von Natur aus ein festeres Bindegewebe oder ist das die Belohnung für den täglichen eiskalten Guss? Bis jetzt kann ich dazu noch nichts Verbindliches sagen. Aber ich halte dich auf jeden Fall auf dem Laufenden. 

Was ich heute anders sehe

Früher habe ich oft nach der einen perfekten Lösung gesucht.

Heute glaube ich:

Unser Körper verändert sich. Das gehört zum Älterwerden dazu.

Aber wir können ihn dabei unterstützen.

Mit Krafttraining.

Mit einer guten Ernährung.

Mit ausreichend Eiweiß.

Mit Bewegung.

Mit Geduld.

Und vielleicht auch mit einer Portion Gelassenheit.

Mein Fazit

Ich werde wahrscheinlich nie wieder das Bindegewebe einer Dreißigjährigen haben.

Und das ist auch völlig in Ordnung.

Was ich aber erreichen möchte:

Mich in meinem Körper wohlfühlen.

Denn gesundes Altern bedeutet für mich nicht, jeden Makel zu bekämpfen.

Sondern meinen Körper so gut wie möglich zu unterstützen – und freundlich mit ihm umzugehen.

Meine persönlichen Empfehlungen für ein strafferes Bindegewebe

Kollagen

Ich persönlich bevorzuge ein Marines Kollagen, weil es besser zu meinem Ernährungsstil passt.

Deshalb liebe ich dieses Produkt:

  • Hervorragende Kombination: Das Produkt liefert nicht nur Kollagen, sondern enthält bereits Coenzym Q10, Hyaluronsäure, Zink und Vitamin A. Damit deckt es genau die Nährstoffe ab, die das Bindegewebe ab 60 von innen heraus aufpolstern und schützen. 
  • Integriertes Vitamin C: Kollagen benötigt zwingend Vitamin C, um im Gewebe verbaut zu werden.
  • natürliches Vitamin C aus der Hagebutte 
  • leicht einzunehmen
  • Geschmacksneutrale Kapseln

Ein Nachteil, den ich allerdings gerne in Kauf nehme:

Die Tagesdosis bei diesem Produkt liegt laut Hersteller bei 2.500 mg (2,5 Gramm) Meereskollagen. Wissenschaftlichen Studien zufolge benötigt die reifere Haut 5000 mg/Tag um kurzfristig sichtbare Ergebnisse zu bringen. Seit ich das weiß, nehme ich täglich die doppelte Dosis.

Face-Yoga Onlinekurs

Chi statt Botox ist ein kompletter Online-Kurs für:

  • Gesichtsyoga
  • Gua-Sha
  • Facial Cupping
  • Dien Cham

Warum ich diesen Kurs liebe:

  • einfach zu lernen
  • online verfügbar – ich kann üben wann und so oft ich will
  • alles gut erklärt und gezeigt
  • 2 Jahre Zugriff auf alle Videos
  • umfangreiches Material

Buchtipp:

Natürlich! Schöne Haut – Strahlend-gesund mit der richtigen Ernährung, Kosmetik und Lebensweise. Tipps für jeden Hauttyp

Warum mir dieses Buch gefällt:

  • gut und leicht verständlich geschrieben
  • die Aspekte Ernährung, Stress und Schlaf sind mit einbezogen
  • Hautalterung ist thematisiert und was wie man sie aufhalten kann
  • Pflegeroutinen gut erklärt
  • gut strukturiert und übersichtlich gestaltet
  • macht Spaß zu lesen

FAQ

Kann man Bindegewebe ab 50 wieder straffen?

Das Bindegewebe lässt sich durch Krafttraining, eine eiweißreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise unterstützen. Vollständig rückgängig machen lassen sich altersbedingte Veränderungen jedoch nicht.

Hilft Kollagen wirklich?

Einige Studien zeigen leichte positive Effekte auf Hautfeuchtigkeit und Elastizität. Kollagen ist jedoch kein Wundermittel und wirkt am besten als Teil eines gesunden Lebensstils.

Welche Rolle spielt Krafttraining?

Krafttraining hilft dabei, Muskelmasse zu erhalten. Dadurch wirkt der Körper oft straffer und bleibt länger leistungsfähig.

Über die Autorin

Melanie beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Longevity, Ernährung und gesundes Altern für Frauen ab 50. Auf StayYoung50up veröffentlicht sie wissenschaftlich recherchierte Beiträge, ergänzt durch eigene Erfahrungen aus dem Alltag. Sie ist außerdem Autorin des Buches Stay Young – Longevity für Frauen ab 50.

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