Ernährung & Longevity

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TogglePortulak – das unterschätzte Superfood? Mein erster Selbstversuch
Es fing eigentlich ganz harmlos an.
Vor einigen Wochen las ich zufällig, dass Portulak zu den gesündesten Blattgemüsen gehören soll.
Also bestellte ich kurzerhand Sommer-Portulak-Samen.
Nicht, weil ich auf ein neues Wundermittel hoffte. Sondern weil ich wissen wollte:
Schmeckt das überhaupt?
Vom Balkonkasten direkt auf den Teller
Kurze Zeit später erhielt ich ein kleines Tütchen mit 1000 winzig kleinen schwarzen Samenkörnchen. Gar nicht so einfach diese Winzlinge einigermaßen gleichmäßig auf der Erde zu verteilen.
Einige Wochen später war mein Balkonkasten voller frischer grüner Blätter.
Heute war Ernte.
Und natürlich musste daraus sofort ein Salat werden.
Mein erstes Portulak-Rezept
Für meinen Salat habe ich verwendet:
etwa 80 g frischen Sommer-Portulak
eine halbe Salatgurke
fünf Radieschen
eine Handvoll Cherrytomaten
eine kleine Avocado
100 g knusprig geröstete Kichererbsen
Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer
Ein einfaches Sommeressen, das wunderbar satt macht.
Wie schmeckt Portulak?
Das war eigentlich die spannendste Frage.
Meine Überraschung:
Er schmeckt richtig gut.
Mich erinnert er ein wenig an Feldsalat: mild, frisch, ganz leicht säuerlich.
Keineswegs so ungewöhnlich, wie ich erwartet hatte.
Ich werde ihn auf jeden Fall wieder essen. Und das nächste mal vielleicht mal ein Pesto daraus machen. Das Schöne ist, dass er wieder nachwächst, wenn man die Stiele nicht mit der Wurzel ausreißt sondern vorsichtig abschneidet.
Ist Portulak wirklich gesünder als Feldsalat?
Hier musste ich natürlich etwas recherchieren.
Portulak enthält tatsächlich einige interessante Nährstoffe.
Unter anderem:
- Vitamin C
- Kalium
- Magnesium
- antioxidative Pflanzenstoffe
- und – für ein Blattgemüse eher ungewöhnlich – pflanzliche Omega-3-Fettsäuren.
Gerade diese Omega-3-Fettsäuren machen Portulak besonders interessant.
Heißt das nun, dass Feldsalat schlechter ist?
Überhaupt nicht.
Auch Feldsalat gehört zu den nährstoffreichsten Salaten überhaupt und liefert unter anderem viel Beta-Carotin, Folsäure und Vitamin C.
Für mich gibt es deshalb keinen Sieger.
Ich freue mich einfach über eine leckere Abwechslung auf dem Teller.
Mein Fazit
Ich werde Portulak bestimmt wieder anbauen und weitere Rezepte ausprobieren.
Nicht, weil ich glaube, dass eine Pflanze mein Leben verändert.
Sondern weil er lecker schmeckt, unkompliziert wächst und meinen Speiseplan bereichert.
Manchmal entstehen die schönsten Entdeckungen eben nicht im Reformhaus, sondern im eigenen Balkonkasten.
Mein persönliches Fazit nach dem ersten Portulak-Test
⭐ Geschmack: ★★★★☆
⭐ Zubereitung: einfach
⭐ Würde ich ihn wieder essen? Ja!
⭐ Würde ich ihn extra kaufen? / Oder lieber selbst anbauen? ich baue ihn gerne selbst an, da er einmal geerntet nicht lange haltbar ist
Nährwerte meines Salats
- Kohlenhydrate (ca. 50 g): Hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate aus den Kichererbsen, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.
- Fette (ca. 33 g): Überwiegend gesunde, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus der Avocado und dem Olivenöl.
- Eiweiß (ca. 15 g): Hochwertiges pflanzliches Protein, vor allem geliefert durch die Kichererbsen.
- Ballaststoffe (ca. 12-15 g): Sehr hoher Anteil durch Kichererbsen, Avocado und Gemüse, was die Verdauung optimal unterstützt und lange sättigt.
Nährstoff Hauptquelle im Salat Funktion im Körper Omega-3-Fettsäuren Sommer-Portulak Entzündungshemmend, gut für Herz und Gehirn. Vitamin C Portulak, Tomaten, Zitronensaft Stärkt das Immunsystem, verbessert die Eisenaufnahme. Kalium Avocado, Gurke, Tomaten Reguliert den Blutdruck und den Flüssigkeitshaushalt. Magnesium & Eisen Portulak, Kichererbsen Wichtig für Muskeln, Nerven und den Sauerstofftransport. Vitamin E Avocado, Olivenöl Leistungsstarkes Antioxidans zum Schutz der Zellen. Senföle Radieschen Wirken natürlich antimikrobiell und verdauungsfördernd.
Für mich ein ideales Sommer-Mittagessen.
FAQ
Kann man Portulak roh essen?
Ja. Frischer Portulak eignet sich hervorragend für Salate und schmeckt angenehm mild.
Ist Portulak wirklich gesund?
Portulak liefert Vitamin C, Mineralstoffe und enthält als Besonderheit pflanzliche Omega-3-Fettsäuren. Er ist eine nährstoffreiche Ergänzung des Speiseplans, aber kein Wundermittel.
Kann man Portulak selbst anbauen?
Ja. Sommer-Portulak wächst schnell und eignet sich sogar für Balkonkästen oder Töpfe.
Über die Autorin
Melanie beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Longevity, Ernährung und gesundes Altern für Frauen ab 50. Auf StayYoung50up veröffentlicht sie wissenschaftlich recherchierte Beiträge, ergänzt durch eigene Erfahrungen aus dem Alltag. Sie ist außerdem Autorin des Buches Stay Young – Longevity für Frauen ab 50.
Mehr über Melanie
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